Unterstützt die
Verfassungsbeschwerde des FoeBud e.V. gegen die Volkszählung.
Wie ich in meinen Vorträgen immer gern erwähne, habe ich mit der Computerei in den 80ern angefangen, als gerade Eltern und Lehrer gegen die geplante Volkszählung auf die Straße gingen. Die Welt und der Alltag waren noch nicht im mindestens von Computern durchdrungen wie heute, daher kann man böse vorwerfen, es sei keine Angst vor einer konkreten, sondern einer hypothetischen Bedrohung gewesen, weil ja eigentlich noch keiner wusste wie Computer und insbesondere Datenbankabfragen funktionieren und die Speicherkapazitäten gering waren.
Heute jedoch, im Rückblick gesehen, waren die Befürchtungen richtig, Fast jeder angedachte Daten-GAU ist inzwischen passiert. Bespitzelung am Arbeitslplatz, Zugänglichkeit von Einwohnermeldedaten über das Internet um nur 2 Dinge zu nennen - aber die Liste ist ENDLOS lang.
Den Protesten in den 80ern verdanken wir das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Wieso zum Henker soll also heute, mit den aktuellen Speicherkapazitäten, Lagermöglichkeiten und Möglichkeiten der Zusammenführung von Daten WIEDER eine Volkszählung stattfinden, noch dazu nicht anonym, sondern pseudonym, der man sich nicht entziehen kann?
Zum Vergleich: die Daten der Erhebung in den 80ern passen heute locker auf einen USB-Stick. NIEMAND wird diese Daten je wieder wegwerfen. Sie stören ja nicht! Genau das wird mit den Daten der geplanten Volkszählung geschehen.
Zusammen mit Personenkennziffer, VERZEIHUNG, lebenslanger Steuernummer. dem neuen EPerso und Daten beim Einwohnermeldeamt kommen wir 1984 und dem gläsernen Bürger wieder ein Stück näher.
Ist das die Welt und die Gesellschaft, in der wir leben wollen? Ich jedenfalls will das nicht.
Bitte nehmt teil bis 12. Juli 2010! Ist nicht schwer, geht online!