In diesen Tagen wurde der Regierung eine CD mit Daten von Steuersündern angeboten und sie wird sie wohl erwerben.
Ich habe mit dieser Sorte Steuerhinterziehern wenig Mitleid.
Warum? Ganz einfach: Steuern
hinterziehen kann man erst ab einem ziemlichen Einkommen. Jedem "normalen" abhängig Beschäftigten werden die Steuern gnadenlos jeden Monat abgezogen, keine Chance, viel etwas zu tricksen, auch nicht bei der Steuererklärung oder in Geldmengen, bei denen sich überhaupt lohnen würde diese im Ausland anzulegen. Auch bei den Erträgen durch Zinsen (wohlgemerkt, vom schon versteuerten Einkommen angespart!) greift der Staat auf die Banken und bei der Kapitalertragssteuer zu. Nichts zu machen. Die Freibeträge sind lächerlich und würden nichtmal die Fixkosten eines Monats decken.
Aber ehe hier der Verdacht aufkommt, ich würde eine Neid-Debatte führen: tue ich nicht. Es sei jedem gegönnt, ein von Geldsorgen freies Leben zu führen! Aber er darf sich aus seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht herausstehlen. Bei den Summen, um die es geht, würden die Steuerhinterzieher es in ihrem täglichen Leben nicht einmal merken, daß sie fehlen. Ab einem gewissen Einkommen ist dies unerheblich, es wirkt sich im Konsum kaum aus, der Bedarf für das Leben kann in jedem Fall gedeckt werden.
Auf der anderen Seite hingegen fehlt dem Staat Geld, um es in die Sozialsysteme und die Bildung zu stecken. Daran sind Steuerhinterzieher zumindest mitschuld.
Interessant finde ich, daß nun doch einigen die Muffe geht und sie sich selbst anzeigen. Wie gesagt: kein Mitleid.
Schwarzarbeit, ob nun aktiv oder passiv, macht zusammen mit der Erschleichung von Sozialleistungen den überwiegenden Anteil der Schädigung der Sozialgemeinschaft aus.
Allein die Mehrwertsteuer, die eine Gabriele Henkel im Monat für "Lifestyle" auslöst, ist höher als das Gesamtsteueraufkommen etlicher Familien.
Der deutsche Staat bricht seit Jahren skrupellos Verträge, in die er Menschen in jungen Jahren qua Zwang getrieben hat.
Beispiel 1: Rente mit 67. Zwei Jahre länger zahlen, zwei Jahre weniger Rentenbezug, drastische Erhöhung der MWSt, positiver Vertagsbruch durch Abkopplung der Rente von Lohnniveau und Inflation, menschenunwürdige Kürzungen der Krankenversicherung: Das macht schwuppdiwupp ungefähr DIE HÄLFTE des Rentenanspruchs aus.
Beispiel 2: Abschaffung des Bankgeheimnisses.
Beispiel 3: Der infame, "auf zwei Jahre befristete" Solidaritätszuschlag
Beispiel 4: SWIFT-Abkommen.
Ein schweizerischer Bankier verglich unser Schweinesystem einmal in einem bemerkenswerten Interview mit der Mafia und kam zum Ergebnis, daß die Mafia moralisch höher stehe, weil sie ihrer "Kundschaft" wenigstens eine Gegenleistung garantiere.
Wie will man sich vor existenzbedrohendem Unrecht schützen, wenn nicht durch sichere Depots im Ausland ?
Wer weiß, was der Ex-SED-Sekretärin, dem unappetitlichen Komplizen eines Waffenhändlers oder der schwuchteligen Witzfigur morgen einfällt ?
Das weitaus Allerschlimmste ist aber, daß in vollem Bewußtsein illegal gestohlene Daten verwendet werden und die Bundesregierung entgültig zum schmierigen, korrupten Hehler verkommt.
Wer Geld sparen will, hört sofort auf, dem Zoni Zucker in den Arsch zu blasen und schickt auch kein lächerliches Tuntenballett nach Afghanistan.
DAS nämlich kostet richtiges Geld, dagegen sind die paar Märkerchen Steuerverluste durch verständliche Kapitalflucht wirklich nur Peanuts.