Nach unserem Mädelsabend wollten wir unsere Freundin heimbringen (mit dem Auto) und gerieten vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof um halb 11 in eine spontane Demo gegen den Abriß des Nordflügels des Hauptbahnhofs. Dort sollte bereits heute der Bauzaun aufgestellt werden (s.a. http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2576529_0_9223_-abrissarbeiten-am-hauptbahnhof-beginnen-bauarbeiter-unter-polizeischutz.html).
Geplant war der Abriß für Mitte August. Die Verhandlung, ob der Bonatz-Bau nicht doch unter Denkmalschutz steht und gar nicht abgerissen werden DARF, beginnt erst im September.
Die Schnellstrecke nach Ulm wird 865 Millionen (!) teurer als veranschlagt, wie diese Woche herauskam.
Die Bevölkerung will diesen Wahnsinn stoppen. Heute Nacht waren von Schülern bis Damen mit weißen Haaren alle Altersgruppen von Stuttgartern vertreten, wie wir sehen konnten. Es war soweit friedlich, es war nur wirklich viel los.
Ich bin auch dagegen, daß jetzt überhastet Fakten geschaffen werden, denn das Abreißen von geschichtswichtigen Gebäuden hat gerade in Stuttgart eine lange und ganz schlechte Tradition.
Bis letztens war ich übrigens noch für die schnellere Strecke nach Ulm - aber nicht zu jedem Preis.
Die Versenkung des Hauptbahnhofs war schon immer sinnfrei und ich wiederhole: wenn Kopfbahnhöfe soooooo altbacken und sinnlos sind, warum bauen wir dann nicht FfM und München als erstes um? Zweifellos sind das genauso wichtige Knotenpunkte im Bahnnetz wie Stuttgart.
Und eines ist sicher: legal und rechtsstaatlich ist mal echt anders!
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