Ein weiterer Kommentar zum Spiegel 29/10.
Ein Artikel ("Es kracht, es klatscht") befasst sich mit Kindern, die vom Jugendamt ihren Eltern entzogen werden. Der geschilderte Fall und die Art wie er geschildert wird, läßt Zweifel daran aufkommen, ob in diesem Fall richtig entschieden wurde, die Kinder einer Alleinerziehenden zu entziehen.
Weiter hinten im Heft wird ein Auszug aus einer Streitschrift der Berliner Richterin Kirsten Heisig, die sich kürzlich das Leben nahm.
Heisig legt in diesem Artikel dar, welcher Herkunft in Berlin Neukölln der Großteil der Intensivtäter ist. Intensivtäter sind Täter, die innerhalb eines Jahres 10 oder mehr Delikte begangen haben.
Diese Täter entstammen offenbar größtenteils arabischen, kinderreichen (!) Familien. Ein Kind nach dem anderen wird in die mafiösen Strukturen hereingezogen.
Ich las beide Artikel und fragte mich am Schluß: wieso greift das Jugendamt DA nicht ein und entfernt die jüngeren Kinder aus Haushalten, die männliche Kinder und Jugendliche offenbar SO schnell sich selbst überlassen (der Tradition folgend!), daß diese in verbrecherische Strukturen hereinwachsen können? Aus Haushalten, wo Kinder z.T. von einer Schule zur nächsten geschickt werden? Wo nicht ein Sozialarbeiter pro Familie ausreicht sondern gleich drei nur eine Familie betreuen? Und diese trotzdem jegliche Kooperation verweigert?
Parallelgesellschaft nennt Kirsten Heisig das. Anders kann ich es mir aber auch nicht erklären.
Nein, ich bin nicht dafür, leichtfertig Kinder von ihren Eltern zu entfernen. Nur in Berlin kommt wohl niemand auf die Idee. Selbst wenn schon Geschwister zu Verbrechern geworden sind.